Antiskating gemäß Auflagekraft einstellen?

Antiskating gemäß Auflagekraft einstellen?

In STEREO 2/2019 schrieben Sie, dass man die Anti­skating-Einstellung doch der Auflagekraft angleichen sollte. Der Analog-Papst van den Hul bemerkte noch, dass das Antiskating meist überkompensiert würde. In STEREO 3/2019 merkten Sie beim Test des Burmester-­Plattenspielers 175 an, dass ein leichtes „nach außen Wandern“ auf der Testplatte ein guter Mittelwert für das Antiskating wäre. Bei meinem LP12 bleibt bei übereinstimmenden Werten der Tonabnehmer auf der Platte „stehen“, die Burmester-Einstellung wäre also ein Schritt in Richtung Überkompensation. Wie liegt man nun wirklich richtig? Adalbert Zronek

STEREO: Herr van den Hul beschreibt, dass häufig dann eine Überkompensation der Skating-Kraft erfolgt, wenn man nach den hohen Amplituden auf Messschallplatten einstellt. Da diese die Nadel ungewöhnlich stark abbremsen, was zu einer erhöhten Skating-Kraft führt, fällt die Kompensation praxisfern hoch aus, was dann zur einseitigen Abnutzung der äußeren Nadelflanke führt. Die glatte Burmester-Platte stellt das andere Extrem dar, da hier kaum Reibung auf den Diamanten ausgeübt wird, wodurch die Antiskating zu schwach ausfällt. In diesem Fall ist unser Rat, die Antiskating so zu dimensionieren, dass der Tonarm leicht nach außen zieht. Richten Sie sich einfach nach der Skala Ihres Plattenspielers, dann sollte für einen praxisgerechten Mittelwert gesorgt sein.

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